Neurofeedback

Hans Berger war in den 1930er Jahren der Erste, der mittels eines von ihm entwickelten „Elektroenzephalographen“ (kurz EEG) die rhythmische Aktivität der Alpha-Wellen ausfindig machte.

Joe Kamyas Experimente in den 60er Jahren können heute aber wahrscheinlich als die ersten Anwendungen von Neurofeedback bezeichnet werden.

 

Seitdem schreitet die Entwicklung des Therapieverfahrens stetig voran und die moderne Technik eröffnet dieser Form des Gehirntrainings immer wieder neue Möglichkeiten.

Alle Verfahren haben jedoch das eine Ziel, die Aktivität von Hirnwellen in eine bestimmte Richtung zu trainieren. Dabei macht sich das Neurofeedback das operante Konditionieren zu Nutze. Das heißt, positives Verhalten wird belohnt und damit verstärkt. Negatives Verhalten wird ignoriert und eben nicht belohnt. Auf diese Art und Weise kommt es zu einem Zuwachs von positivem Verhalten.

 

Wir können Ihnen in unserer Praxis in Blaustein folgende Formen des Neurofeedbacks anbieten:

 

Klassisches Frequenzbandtraining

Das Frequenzbandtraining ist die Urform des Neurofeedbacks. Der Therapeut bringt die Elektroden an den zu trainierenden Stellen am Schädel an und gibt in einem bestimmen Frequenzspektrum eine Schwelle vor.

Schafft der Patient, diese Schwelle mit seiner Gehirnaktivität zu überschreiten, oder auch ggf. darunter zu bleiben, wird visuell (am Bildschirm) oder auditiv (über Kopfhörer) belohnt.

 

Z-Score-Training

Das Z-Score-Training ist eine Weiterentwicklung des klassichen Frequenzbandtrainings.

Herausragend ist, dass der Trainingssoftware eine große Datenbank zugrunde liegt, welche die "normierten" Gehirnwerte von gesunden Menschen beiden Geschlechts im Alter von 2 Monaten bis 82 Jahren beinhaltet.

Während des Trainings werden dann in Echtzeit die aktuell beim Patienten gemessenen Werte mit der Datenbank verglichen und auf dem Monitor dargestellt. Abweichungen von der Norm werden sofort sichtbar und können über das Feedback auf dem Patientenbildschirm therapiert werden.

Der große Vorteil ist, dass in relativ kurzer Zeit, alle auffälligen Gehirnareale trainiert werden können.

 

Die Z-Werte beinhalten zudem die Messung der Kohärenzen. Diese zeigen die Zusammenarbeit zweier Hirnareale an. Mittels eines spezifischen Kohärenztrainings werden die verschiedenen Areale gleichzeitig aktiviert und so die Zusammenarbeit erhöht oder gehemmt.

 

Infra-Slow-Fluctuation-Training (ISF-Training)

ISF steht für Infra-Slow-Fluctuations, welches eine wissenschaftliche Bezeichnung für das Training sehr tiefer Frequenzen darstellt. Denn die Forschung geht davon aus, dass es sich dabei nicht um Frequenzen im herkömmlichen Sinn des Wortes handelt, sondern vielmehr um Fluktuationen, also minimale noch messbare globale Potentialschwankungen des Gehirns, die in sehr langen Zyklen geschehen.

Mit dieser Trainingsmethode ist es möglich im Bereich von Bändern jenseits von 0.001 Hertz zu arbeiten.

 

Im Gegensatz zum Frequenzbandtraining wird nicht das Ansteigen von Amplituden belohnt, sondern das Erlangen eines optimalen, selbstregulierten Gehirnzustandes.

 

Biofeedback mittels Hämoenzephalographie (pIR HEG)

Die pIR HEG ist eine spezielle Form des Neurofeedbacks. Dabei wird per IR-Sensor auf der Stirn die Durchblutung des Frontalhirns gemessen. Die Software registriert das Ansteigen oder Absinken des Blutdurchflusses und gibt darüber auf dem Patientenbildschirm Auskunft. Anhand dieses Feedbacks kann der Patient den Zustand der Durchblutung bewusst beeinflussen.

Anwendung findet die pIR HEG hauptsächlich bei Migräne und auch bei Aufmerksamkeitsstörungen.

 

Auswahl des Neurofeedbackverfahrens:

 

Das Verfahren wird patientenspezifisch ausgewählt und ergibt sich aus dem ausführlichen Anamnese- und Befundgespräch.

Selbstverständlich wird während eines Behandlungszeitraums, anhand der Verlaufsdiagnotik, immer wieder neu entschieden, ob der momentane Therapieansatz noch effektiv ist oder auf ein alternatives Verfahren umgestellt werden sollte.

 

Viele Informationen sind der Internetseite des Neurofeedback-Institus IFEN in München entnommen: Neurofeedback Info IFEN

Hier erhalten Sie weitere, detaillierte und ausführliche Informationen zum Thema Neurofeedback.

89134 Blaustein
Tel. (0731) 1441 094-0

 

89075 Ulm Böfingen

Tel. (0731) 263 040-0

 

89231 Neu-Ulm Ludwigsfeld

Tel. (0731) 250 675-00

 

74523 Schwäbisch Hall

Tel. (0791) 204 942-20

 

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